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Halbmarathon Quer durch den Wald

Belgische Meisterschaften Langdistanz (08.09.2019)

- ein Bericht von Daniel Steiger -

 

Am 08.09.2019 fanden die Belgischen Meisterschaften Langdistanz in Dilsen-Stokkem statt. Hier startete ich in der Kategorie HE. Die Bahndaten zu dieser Kategorie erhielt ich leider erst ein paar Tage vor dem Start. Ich staunte nicht schlecht, als ich 16,3 km und 340 hm las.

Am Wettkampftag fühlte ich mich gut und war motiviert. Ich startete mit der Karte in A3 Format im Maßstab 1/10.000. Die relativ lange Pflichtstrecke zum Startdreieck brauchte ich auch, um überhaupt Posten 1 auf der Karte zu finden und eine Route zu planen. Es ging nämlich erstmal quer über die Karte. Knapp 4,5 km lief ich also quer über die Karte, hierzu wählte ich eigentlich nur Wege und Pfade, die mich in die Richtung des Postens brachten (auch nach der Auswertung bin ich mit dieser Routenwahl zufrieden).

Nach Posten 1 folgten einige Posten in der Nähe im hügeligen Gelände. Von 3 auf 4 kam ich von meiner Richtung ab und musste dies mit ein wenig Umweg beheben. Die Richtung im Wald zu halten war schwierig, wegen dem Gelände und auch, weil keine Nordlinien auf der Karte waren.

Es folgten einige schwierige und ein paar einfache Posten, die ich aber alle relativ gut gemeistert habe (einige Posten im Grün/ in Löchern/Mulden/Senken). Der Schmetterling von Posten 18 bis 23 war in meinen Augen etwas unsinnig und diente bestimmt nur dazu, dass einige einen Fehlstempel machten.

Nach Posten 29 lief man eine Pflicht-/Sichtstrecke an der Zielwiese vorbei. Hier überlegte ich kurz, aufzuhören. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt die 2 Stunden und 18 km erreicht. Nach einem schnellen Becher Wasser unter Anfeuerung der Zuschauer entschloss ich mich aber, wieder loszulaufen. Es kam ja nur noch eine „kleinere Runde“ und die nächsten 2 Posten waren schon mit Laufrouten und Kontrollcodes im Kopf. Also ging es wieder zurück in den Wald.

Läuferisch merkte ich, wie es mir immer schwerer fiel. Ich fand meine Posten meist auf Anhieb und so ging es zu Posten 35 bis 37. Hier sah ich plötzlich einen älteren Läufer, außer zu Beginn, wo 4-5 Läufer meine Route kreuzten, und einen, der in meine Richtung lief, war dies der Erste nach ungefähr 2 Stunden, den ich im Wald sah. Die restliche Zeit verbrachte ich davor nämlich allein im Wald (andere Läufer sind meist hilfreich, da sie den einen oder anderen Postenstandort durch An- und Ablaufen verraten). Ich befürchtete schon, dass er Posten einsammelte, aber er suchte auch noch seine Posten.

Nach 2 Stunden, 30 Minuten und 46 Sekunden kam ich mit einer Laufleistung von 22,06 km mit 285 hm ins Ziel mit dem 17. Platz (von 28).

Nach 8 OL-Jahren war dieser Lauf mein längster Orientierungslauf am Stück.

Den ich zu meiner Zufriedenheit absolviert habe.

Diese Bahn hat mich auf jeden Fall körperlich und geistig gefordert und war eine gute Vorbereitung für die Militärweltmeisterschaften in China, die im Oktober stattfinden werden.

Ergebnisse: www.helga-o.com