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O-Festival 2015 in Tirol – Höhenmeter, Hitze und Almkühe

(Bericht von Melanie Günther)

 

Am vergangenen Wochenende (4./5. Juli 2015) luden der Laufklub Kompass Innsbruck und der Touristikverband Wipptal zum O-Festival 2015 nach Tirol ein. Bei deutlich mehr als 30 Grad Celsius (im Schatten) konnten die Läufer 25km südlich von Innsbruck ihr Können auf einer Sprint-, einer Mittel- und einer Langdistanz unter Beweis stellen.


Zusammen mit meinem CISM-Orientierungslauf-Team (Bundeswehr) konnte ich an diesem Event
teilnehmen. Im Vorfeld führten wir drei Trainingseinheiten mit reduzierter Karte in extrem felsigem
Gelände durch. Zwischenzeitlich konnte man den Wald vor lauter Felsen nicht mehr sehen. So ein
steiniges Gelände sucht man hier bei uns in Nordrhein-Westfalen vergeblich.


Am Freitag folgte dann die Sprintdistanz in der Nähe des Obernberger Sees. Das Wettkampfgelände
bestand aus Almwiesen, welche immer wieder durch Waldstreifen mit großen Felsen durchzogen
waren. Dies forderte einiges von den jungen und alten Startern ab und gab direkt einen
Vorgeschmack auf die beiden folgenden Tage. Glücklicherweise hatte der Wettergott Gnade walten
lassen und zuvor ein Gewitter geschickt, wodurch die Temperaturen um ca. 10 Grad Celsius gefallen
waren.
 

Nach dem Sprint folgte am nächsten Tag die Mitteldistanz. Im Gschnitztal sollten bei den Frauen der
Eliteklasse 4,2 km mit 240 Höhenmetern und bei den Herren der Eliteklasse 4,8 km mit 265
Höhenmetern überwunden werden. Direkt zu Beginn ging es durch einen kühlen, erfrischenden
Bergbach hoch zu den ersten Posten. Diese standen z.T. in Latschenkiefernfeldern. Direkt nach 5 min.
musste man vom Laufen ins Gehen übergehen, da das Gelände sehr steil war. Insgesamt eine
fordernde, interessante Mitteldistanz!


Am Sonntag folgte zum Abschluss die Langdistanz am Sertes. Dies war aber kein „normaler“ Lauf, da
man zu allererst die ersten 600 Höhenmeter mit einer Gondel fahren durfte. Oben im
Wettkampfzentrum angekommen, wurde man von Bergkühen an einer Almhütte begrüßt. Zum Start
mussten danach noch 2,3 km mit 200 Höhenmetern überwunden werden. Der Start selbst lag auf
1800 m. Die Langdistanz forderte von den Sportlern alles ab - 6,8 km mit 405 Höhenmetern bei den
Frauen und 8,6 km mit 505 Höhenmetern bei den Männern. Dies natürlich bei extremer Hitze. Ich
empfand den Lauf aufgrund der Höhenmeter und der Hitze als eine Qual. Aber im Ziel angekommen,
wartete auf die Läufer ein kühler Wasserschlauch und Blasmusik. Bergab ging es nach der
Siegerehrung mit der Sommerrodelbahn.


Für das CISM-Orientierungslauf-Team war dieses Wochenende ein weiterer Qualifikationswettkampf
für die Military World Games in Südkorea. Das Team, welches Anfang Oktober in Asien an den Start
geht, steht jetzt fest (www.cism-orientierungslauf.de/wordpress).


Insgesamt war dieses Wochenende sehr gut organisiert und lehrreich. Viele internationale Starter
waren vor Ort, aber relativ wenige Österreicher. Hoffentlich nehmen nächstes Jahr noch mehr
Sportler an der Veranstaltung teil. Es lohnt sich auf jeden Fall!

 

 

CISM-Team beim O-Festival in Tirol