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Porto – auf jeden Fall eine (OL-)Reise wert

(ein Bericht von Vera Wollgarten)

 

Am Freitagmittag treffen Maren und ich uns in Köln am Flughafen. Unsere Vorab-Organisation hat gerade soweit gereicht, dass wir Flüge, Unterkunft und die drei Läufe gebucht haben. Somit treten wir unseren Wochenendtrip vorfreudig, aber doch recht planlos an – allerdings mit einem Ass im Ärmel: Celso, den wir von früheren OLs kennen, lebt mittlerweile wieder in seinem Heimatland Portugal und geht ebenfalls in Porto an den Start. Außerdem ist er unser Reiseleiter erster Wahl – was sich in den kommenden Tagen immer wieder bestätigen wird und unsere fehlende Organisation wett macht.

Auf dem hügeligen Weg zum Gasthaus erhalten wir einen ersten Eindruck, was uns am Abend erwartet. Und beim Nacht-OL, unserem ersten Lauf, werden wir auch nicht enttäuscht: Im Dunkeln geht es kleine, gepflasterte Gässchen hoch und runter. Wir laufen mitten durch die belebte Altstadt (Obacht: Die Straßen sind für den Autoverkehr nicht gesperrt!), bis zum bekannten Fluss „Douro“ hinab, in dem sich die Lichter der Stadt spiegeln, und steile Steintreppen wieder herauf zur alten Burg. Später fallen wir geschafft ins Bett – das war ein langer erster Tag!

Am Samstag früh fühlen sich die Beine schon nicht mehr ganz so frisch an. Der abwechslungsreiche, halbstündige Fußweg zum Wettkampfzentrum macht die müden Muskeln aber wieder munter. Wir marschieren durch die Sonne, an alten Mauern und bunt gekachelten Häusern vorbei. Auch beim OL stoßen wir auf einige Mauern! Hier gilt es genau die Karte zu lesen, um nicht plötzlich auf eine unüberwindbare „Überraschung“ zu treffen. Hilfsbereite Anwohner/innen rufen uns auf Portugiesisch Tipps zu. Leider (oder zum Glück?) verstehen wir diese nicht und kommen kurz nacheinander ohne Fehlstempel ins Ziel.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und dem obligatorischen Vergleich der Zwischenzeiten fahren wir mit der historischen Straßenbahn zurück und machen uns für das bevorstehende Sightseeing fertig. Als wären wir noch nicht genug gekraxelt, steigen wir am Nachmittag die 225 Stufen auf den „Torre dos Clérigos“ hinauf. Das ist gar nicht so einfach! Denn im ohnehin schon unfassbar engen Treppenhaus kommt dann auch noch Gegenverkehr. Der Aufstieg – eine Challenge für sich! Oben angekommen ist der Ausblick aber grandios: 360° Porto von oben – klasse! Anstrengend war es trotzdem. Nun ist es erst einmal Zeit für eine Stärkung. Da bietet sich das Nationalgericht „Francesinha“ an: Ein Sandwich aus Schinken, Würstchen, gebratenem Fleisch, Toast, geschmolzenem Käse und Spiegelei. Im Anschluss entscheiden wir uns für den HopOn-HopOff-YellowBus und düsen, immer eine informative Stimme im Ohr, bis zum Atlantik. Der Himmel über dem Meer färbt sich langsam rosa und unser Tag neigt sich dem Ende entgegen.

Tag 3 beginnt entspannter: Wir können Bahn fahren (das Netz ist hier bei Weitem nicht so gut ausgebaut, wie wir es zuhause gewöhnt sind) und den geschundenen Körper schonen. Der heutige Lauf ist etwas kürzer, dafür aber technisch schwieriger angekündigt. Wie wahr! Es gilt erneut Mauern und Zäune zu umlaufen, den richtigen Eingang zu finden und durch Wohngebiete, Parks und das Unigelände zu orientieren. Doch auch das schaffen wir ohne Fehlstempel, wenn auch nicht mehr ganz so geschmeidig wie am ersten Tag. Als einzige Deutsche unter rund 600 Teilnehmern haben wir uns beachtlich geschlagen und sind selig, als wir auf der Zielwiese in der Sonne liegen können.

Unsere Reise ist aber noch nicht zu Ende! Es wartet noch das restliche Touri-Programm auf uns: So besichtigen wir die Portwein-Kellerei „Càlem“ - inkl. Probe natürlich – und schippern über den „Douro“. Doch auch das schönste Laufwochenende geht irgendwann vorüber... So heißt es Taschen packen und „Obrigada e adeus Porto; Òla Köln“. Wo laufen wir als nächstes?? In Barcelona!!! :-)

 

 

  

  

 

Hier findet ihr weitere Fotos und Ergebnisse vom Porto City Race!